Lebensmittelpreise steigen und der Genuss bleibt auf der Strecke

Lebensmittelpreise

Lebensmittelpreise

Die Zeit um ein Lebensmittel herzustellen wird immer kürzer. Das zeigt nebenan aufgeführte Statistik. Beispielsweise für die Zubereitung für 1 Kilogramm Schweinekotelett hat man 1970 cirka 90 Minuten benötigt. Heute mit den immer besseren und qualitativ hochwertigeren Schneide- und Zubereitungsverfahren der Maschinenindustrie konnten wir die Zeit dafür auf knapp 20 Minuten herunterschrauben. Eine Ersparnis, die mehrere Seiten hat. Einerseits vernichten wir dadurch natürlich Arbeitsplätze, der Metzger wird sich nicht wirklich freuen ebenso wie der Mitarbeiter vom Schlachthof. Andererseits führen wir dieses rasante Tempo auch bei den fortfolgenden Arbeitsschritte weiter. Beispielsweise bei der Zubereitung eines Schweinekoteletts für ein gemütliches Dinner zu Hause? Kaufe ich das Kotelett schon abgepackt und tiefgekühlt, dass ich es bloss noch in der Mikrowelle auftauen und zubereiten muss?

Was passiert mit uns? Leben wir künftig immer mehr in einer Fastfood Gesellschaft ohne Zeit, ohne Genuss, ohne Stillsitzen?

Es wird wohl so sein, denn auch die Zeit für die  Eierproduktion hat massiv zugenommen. Es gibt wohl auch mehr Hühner auf dem Markt, das steht ausser Frage, aber wie geht es dabei den Tieren? Leben Biohühner und Freilandhennen wirklich gesünder und besser als ihre Artgenossen auf der Zuchtfarm? Auch die Milch ist ein stetig leides Thema. Die Bauern klagen seit Jahrzehnten schon vom tiefen Milchpreis und dass Sie Ihre Einnahmen nicht mehr decken können. Die Profitwirtschaft findet heute immer mehr Zuwachs und dabei gehen wichtige Themen vollkommen verloren. Wo bleibt die Freude und die Zeit in einer schönen Runde etwas gemeinsam zu unternehmen oder zu geniessen?

Gemeinsam in die Küche zu stehen und der Mikrowelle fernzubleiben. Kartoffeln, Milch, Äpfel und so weiter vom Bauern direkt zu beziehen anstatt diese abgepackt in Stücke geschnitten im Supermarkt zu kaufen und gemeinsam etwas zu erschaffen? Der soziale Gedanke geht immer mehr verloren und das darf nicht sein. Gemeinsam kann man was bewegen und gemeinsam kann man was erschaffen, sei es in der Küche oder draussen in der grossen weiten Welt.

Lasst euch das mal durch den Kopf gehen wenn ihr das nächste Mal durch den Supermarkt wandert und eine Tiefkühlpizza in der Hand haltet. Ganz bestimmt schmeckt diese Pizza 10 Mal so gut, wenn sie selber von Hand zu Hause zubereitet wurde. Man lernt das Essen so einfach viel mehr schätzen.

Übrigens wenn ihr mal wieder eine kreative Phase in der Küche habt, solltet Ihr andere daran teilnehmen lassen. Setzt eure Rezepte ins Internet auf hobbygourmet.com und profitiert auch von anderen Geniessern, die sich zu schade sind Tiefgefrorenes und Abgepacktes zu verspeisen.

Related posts:

  1. Lebensraum der Reben
  2. Hobby Gourmets, bereit zum Kochen?
  3. Der Bau der Rebe
This entry was posted in Informationen, Markt and tagged , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.