Die Rebe ist eine Pflanze der gemässigten Klimazonen der Erde. Auf der nördlichen Halbkugel liegt ihr Verbreitungsgebiet etwa zwischen dem dreissigsten und einundfünfzigsten Breitengrad. In diesem Streifen befinden sich die Anbaugiete von Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika. Das Gebiet mit der stärksten Verbreitung der Rebe ist der Mittelmeerraum. Hier ballen sich die klassischen Rebländer zusammen, auf die mehr als die Hälfte des Weltweinbaus entfällt: Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Nordafrika. Hier liegt auch der Ausgangspunkt der Reb- und Weinkultur, die dann von den Römern und Griechen verbreitet wurde und so auch bis weit nach Nordeuropa gelangt ist.
Über den fünfundvierzigsten Breitengrad hinaus nach Norden sind die Bedingungen für die Rebe nicht mehr so günstig, so dass sich der Anbau weitgehend auf die südlich geneigten Hänge der geschützten Flusstäler beschränkt. Mit Ausnahme Skandinaviens findet man Weinberge in allen europäischen Staaten. Auf der südlichen Hemisphäre ist der Klimastreifen schmaler: Der Rebbau Südamerikas, Südafrikas, Australiens und Neuseelands konzentriert sich auf Gebiete zwischen dem dreissigsten und vierzigsten Grad südlicher Breite. In diese Regionen wie auch nach Nordamerika haben die Europäer die Rebkultur gebracht. Weinbau kommt aber auch in Zonen mit abweichenden Klimabedingungen vor, so zum Beispiel in tropischen und subtropischen Gebieten. Wobei dort bei bestimmten Rebsorten sogar zwei Ernten möglich sind. Da in diesem Falle die natürliche Winterruhe fehlt, muss eine kurzfristige Vegetationspause durch Beschränkung der Wassergaben und durch Entlaubung nach dem Schnitt erzwungen werden.
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